
Über mich
Als staatlich anerkannte Sozialarbeiterin und Kinderschutzfachkraft habe ich viele Jahre Berufserfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe gesammelt, sowohl bei freien Trägern, als auch bei einem Jugendamt. In einer Phase persönlicher Neuorientierung konnte ich selber erste Einblicke in die Kunsttherapie gewinnen. Die Wirksamkeit dieser vielseitigen Methode hat mich so sehr überzeugt, dass ich eine Weiterbildung als Kunsttherapeutin absolviert habe.
Die Erfahrungen aus meiner langjährigen Tätigkeit im sozialen Bereich bilden eine wertvolle Grundlage für meine Arbeit im Bereich der Kunsttherapie. Die Arbeit als kunsttherapeutischer Coach ermöglicht es mir, Menschen mit ihren individuellen Persönlichkeiten achtsam zu begegnen und sie ressourcenorientiert in ihrem eigenen Entwicklungsprozess zu begleiten.
Vita
Ich wurde 1969 in Oberhausen geboren, bin in Duisburg aufgewachsen und 1981 an den Niederrhein gezogen. Da meine Begeisterung für kreatives Gestalten schon früh sehr ausgeprägt war, entschied ich mich nach der 10. Klasse zunächst für eine Ausbildung zur Floristin. Mit 26 Jahren erwarb ich in München auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur und studierte anschließend einige Semester Lehramt für die Sekundarstufe I, unter anderem die Fächer Schulpsychologie und Kunst.
Das Interesse an Menschen und Ihren individuellen Lebensgeschichten sowie diverse Praktika im heilpädagogischen Bereich veranlassten mich, den Studiengang zu wechseln. In Gießen studierte ich bis zum Vordiplom das Fach Psychologie. In dieser Zeit wurden meine beiden Kinder geboren, weshalb ich das Studium nicht zu Ende führte. Im Alter von 39 Jahren begann ich mit dem Studium der Sozialen Arbeit an der Universität in Essen, das ich 2011 abgeschlossen habe. Ich sammelte zunächst einige Jahre Berufserfahrung in einer ärztlichen Beratungsstelle des Deutschen Kinderschutzbundes. Im Rahmen dessen hatte ich Zugang zu verschiedenen Fortbildungen im psychosozialen und sozialmedizinischen Kontext. Als ausgebildete Kinderschutzfachkraft beriet ich gemeinsam mit einer Kinder- und Jugendmedizinerin Familiensysteme und Personen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Ich begleitete gerichtlich vereinbarte Umgangskontakte und leitete verschiedene Gruppen von Kindern und Eltern an. Während meiner Tätigkeit im öffentlichen Dienst beriet ich Fachkräfte in Fragen des Kinderschutzes (gemäß § 8b SGB VIII) und war nebenberuflich als sozialpädagogische Familienhilfe und Referentin tätig. Im Rahmen meiner Arbeit bei einem Jugendamt entwickelte ich Angebote für ein gesundes und gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen und steuerte ein entsprechendes Präventionsnetzwerk. Die unmittelbare Begleitung und Unterstützung von Menschen hat mir an den unterschiedlichen Stationen am meisten Freude bereitet. Meine Haltung war dabei stets lösungsorientiert ausgerichtet, ohne die individuelle Geschichte sowie bestimmte Strukturen in Systemen unberücksichtigt zu lassen.
Meine Haltung in der Kunsttherapie
Meine fachliche Haltung als kunsttherapeutischer Coach ist geprägt durch den klienten- oder auch personenzentrierten Ansatz von Carl Rogers (1902-1987), der auf drei Säulen basiert: Zum einen die Echtheit oder auch Kongruenz genannt, was bedeutet, dass inneres Erleben und äußerer Ausdruck stimmig sind. Zum zweiten die Empathie, bei der es darum geht, sich in das Gegenüber einzufühlen, ohne zu verschmelzen sowie zu verstehen, ohne zu bewerten. Und als dritte Säule die Akzeptanz, was eine grundsätzlich positive Wertschätzung der Person bedeutet. Diese drei Basisvariablen gelten bis heute als zentrale Wirkfaktoren in Therapie, Coaching und Supervision.
Zudem habe ich mich während meines Studiums intensiv mit den Inhalten der systemischen Therapie, ausgehend von Virginia Satir (1916-1988), beschäftigt. Anders als der personenzentrierte Ansatz von Carl Rogers, der das Individuum in den Mittelpunkt stellt, nimmt die systemische Perspektive Kontexte mit ihren Wechselwirkungen in den Blick. Ein Beispiel dafür ist das Familiensystem, welches zwar aus verschiedenen Individuen besteht, diese jedoch miteinander in enger Verbindung stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Ein anderes Beispiel dafür sind berufliche Teams. Ebenso wie Carl Rogers stellt der systemische Ansatz die Ressourcen der einzelnen Personen in den Mittelpunkt und ist dabei lösungsorientiert ausgerichtet. Als Coach schlage ich demnach keine konkreten Lösungen für Ihr Anliegen vor. Vielmehr sollen diese aus einem Selbstreflexionsprozess des Einzelnen oder des jeweiligen Systems entstehen. Gerne biete ich Ihnen mit meiner kunsttherapeutischen Methode einen vertrauensvollen Rahmen und begleite Sie durch Ihren eigenen kreativen Prozess.
Berufliche Stationen in Kürze:
1987-1990
Berufsausbildung zur Floristin
1990-1993
Floristische und gestalterische Tätigkeiten in München
1993-1995
Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife am München Kolleg
1995-1998
Studium des Lehramtes Sekundarstufe I an der LMU in München
1999-2002
Grundstudium der Psychologie an der JLU in Gießen
2002-2008
Kindererziehung, Tätigkeit als Floristin und Mitarbeiterin in einem Ikea Einrichtungshaus
2008-2011
Studium der Sozialen Arbeit an der Universität Essen
2011-2015
Mitarbeiterin in der Ärztlichen Beratungsstelle des DKSB e.V., Ortsverband Mülheim an der Ruhr
2015-2026
Mitarbeiterin des Kreisjugendamtes Wesel
2017-2020
Tätigkeit bei LOTSE, einem freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe
2017-2022
Tätigkeit als Referentin im Bereich Kindeswohl für freie Jugendhilfeträger, Jugendämter und für ein Berufskolleg
2024-2025
Fortbildung zur Kunsttherapeutin/kunsttherapeutischer Coach an der LKT-Schule in Rees